Basel liegt dort, wo der Rhein die Grenzen zu Deutschland und Frankreich berührt. Mit 177'571 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) ist die Stadt die drittgrösste der Schweiz, nach Zürich und Genf, und wird international als Museumsstadt gehandelt. Wer es dabei belässt, verpasst die andere Hälfte: den «Zolli», die Markthalle beim Bahnhof, die Basler Herbstmesse und die Fasnacht mit ihren rund 18'000 aktiven Teilnehmenden. Dieser Text sammelt beides, mit Preisen, Terminen und Anfahrt.

Einwohner
177'571 (Stadt, 31.12.2024)
Kanton
Basel-Stadt
Sprache
Deutsch (Alltag: Baseldeutsch)
Universität gegründet
1460, älteste der Schweiz
Grösse in der Schweiz
3. grösste Stadt, nach Zürich und Genf
Agglomeration
rund 830'000 Einwohner, trinational (CH/D/F)

Von der Konzilsstadt zur ältesten Universität der Schweiz

Am Basler Münsterhügel wird seit der Bronzezeit gesiedelt. Das heutige Münster geht auf einen Bau zurück, der 1019 begonnen wurde. Zwischen 1431 und 1448 tagte hier das Konzil von Basel, eines der grossen Kirchenversammlungen des Mittelalters, und brachte Gelehrte aus ganz Europa in die Stadt. Diese Verbindungen führten 1460 zur Gründung der Universität Basel, bis heute die älteste der Schweiz. 1501 trat Basel der Eidgenossenschaft bei. Aus der langen Gelehrtentradition entstand später auch der Ruf als Museumsstadt: fast 40 Museen verteilen sich heute auf das Kantonsgebiet.

Signet des Konzils von Basel von 1493
Basler Münster 1764

Anreise und Orientierung

Basel hat drei Bahnhöfe. Basel SBB, eröffnet 1854 und 1907 neu gebaut, gilt als einer der meistfrequentierten internationalen Grenzbahnhöfe Europas und beherbergt an den Gleisen 30 bis 35 auch den französischen Teil, Bâle SNCF. Der Badische Bahnhof, rund zwei Kilometer entfernt auf der rechten Rheinseite, wird von der Deutschen Bahn betrieben. Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg liegt auf französischem Boden, wird aber gemeinsam mit der Schweiz betrieben und trägt deshalb drei IATA-Codes: BSL, MLH und EAP. Einen eigenen Bahnanschluss hat der Flughafen nicht, dafür die Buslinie 50, die alle 7 bis 10 Minuten zwischen 4.30 Uhr und Mitternacht direkt zum Bahnhof SBB fährt.

Zoo Basel

Der Zoo Basel öffnete am 3. Juli 1874 und ist damit der älteste Zoo der Schweiz. Basler nennen ihn liebevoll «Zolli». Er hat 365 Tage im Jahr geöffnet, die Tageszeiten wechseln je nach Jahreszeit. Ein Einzeleintritt kostet zwischen 10 und 22 Franken, je nach Alter, im Preis ist der freiwillige Naturschutzfranken bereits eingerechnet. Der Haupteingang liegt gleich ausserhalb der Innenstadt, direkt an der Tramlinie.

Der Zoo Basel, eröffnet 1874, ist der älteste Zoo der Schweiz.

Basler Fasnacht: die drei scheenschte Dääg

Die Basler Fasnacht dauert exakt 72 Stunden und beginnt am Montag nach Aschermittwoch um Punkt 4 Uhr morgens mit dem Morgestraich: Alle Lichter der Innenstadt erlöschen, nur handbemalte Laternen leuchten, während Cliquen mit Piccolo und Trommel durch die Gassen ziehen. 2027 fällt der Morgestraich auf Montag, 15. Februar, der Ändstraich, ebenfalls um 4 Uhr, auf Donnerstag, 18. Februar. Rund 18'000 aktive Fasnächtlerinnen und Fasnächtler tragen dabei Kostüm und Larve, am Cortège am Montag- und Mittwochnachmittag ziehen alle traditionellen Formationen durch die Stadt. Seit 2017 zählt die Basler Fasnacht zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Der Morgestraich beginnt um 4 Uhr morgens bei völliger Dunkelheit.https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Morgestraich_Basler_Fasnacht_2013.jpg — Foto: Max Karmazin (Quelle, CC BY-SA 4.0, bearbeitet)

Basler Herbstmesse

Mit über 550 Jahren Tradition ist die Basler Herbstmesse die grösste Vergnügungsmesse der Schweiz. 2026 findet sie vom 24. Oktober bis zum 10. November statt, verteilt auf sieben Standorte in der Innenstadt, vom Barfüsserplatz bis zum Münster. Der Krämer- und Erlebnismarkt auf dem Petersplatz, der Hääfelimäärt, bleibt zwei Tage länger geöffnet als der Rest der Messe, täglich von 11 bis 20 Uhr. Zu den Spezialitäten gehören der Chäsbängel, ein mit Fonduekäse gefülltes Baguette, sowie die süssen Mässmogge. Traditionell läutet ein Basler jeweils am Samstag vor dem 30. Oktober um Punkt 12 Uhr die Martinsglocke und eröffnet damit die Messe.

Markthalle und Wochenmärkte

Die Markthalle Basel wurde 1929 unter der Leitung von Ingenieur Adolf Goenner und Architekt Hans Ryhiner gebaut und diente bis 2004 als Grossmarkt. Seit 2013/2014 ist sie wieder das, was sie ursprünglich war, nur mit rund 25 Foodständen statt Grosshandel, unter einer der frühesten Sichtbetonkuppeln der Schweiz. Sie liegt wenige Gehminuten vom Bahnhof SBB entfernt. Geöffnet ist montags von 9 bis 22 Uhr, dienstags bis donnerstags von 9 bis 24 Uhr, freitags und samstags von 9 bis 2 Uhr und sonntags von 9 bis 22 Uhr, einzelne Stände und Läden weichen davon ab. Einmal im Monat findet an einem Wochenende zusätzlich ein Hallenflohmarkt statt.

Aussenansicht Markthalle BaselFoto: Alexandre Prevot (Quelle, CC BY-SA 2.0, bearbeitet)

Rhein und Baden

Im Sommer ist Rheinschwimmen in Basel Volkssport. Wer mitschwimmt, packt Kleider und Wertsachen in einen «Wickelfisch», einen wasserdichten Schwimmsack in Fischform, eine Basler Erfindung, erhältlich unter anderem an der Tourist Information. Gute Schwimmerinnen und Schwimmer lassen sich zwischen Wettsteinbrücke und Johanniterbrücke treiben, ein beliebter Einstieg liegt beim Museum Tinguely. Zwei Flussbäder ergänzen das Angebot: das Rheinbad St. Johann, seit 1887, und das Rheinbad Breite, seit 1898, beide von Mai bis September geöffnet, mit Duschen und Garderoben gegen Gebühr. Wichtige Regel: mindestens zu zweit schwimmen, nie allein, und Brückenpfeiler wegen gefährlicher Strömungen meiden.

Der Wickelfisch hält Kleider trocken, während man sich den Rhein hinuntertreiben lässt.

Museen

Das Museum Tinguely, entworfen vom Tessiner Architekten Mario Botta direkt am Rhein, zeigt die grösste Werksammlung von Jean Tinguely. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr, montags geschlossen. Erwachsene zahlen 18 Franken, Studierende 12, unter 16-Jährige haben freien Eintritt, ebenso am «langen Donnerstag» zwischen 18 und 21 Uhr. In Riehen, mit dem Tram gut erreichbar, liegt die Fondation Beyeler, geöffnet Montag, Dienstag, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. Dazu kommt das Kunstmuseum Basel mit drei Häusern und insgesamt rund 10'000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Sport: Joggeli und Eishalle

Der St. Jakob-Park, von den Baslern «Joggeli» genannt, ist mit 38'512 Plätzen das grösste Fussballstadion der Schweiz und Heimspielstätte des FC Basel. Gebaut wurde er von Herzog & de Meuron, eröffnet 2001. Direkt daneben, im selben Sportzentrum St. Jakob, steht die St. Jakob-Arena, Heimstätte des Eishockeyclubs EHC Basel, mit Platz für 6'612 Zuschauerinnen und Zuschauer. Beide Anlagen sind mit Tram und Bus direkt erreichbar.

Familie und Kinder

Für Familien betreibt der Verein Robi-Spielaktionen im Auftrag der Stadt mehrere Abenteuerspielplätze, dazu gehört seit 2002 auch das gedeckte SpielFeld im Gundeldingerfeld. Drei Ludotheken in der Stadt verleihen Spielsachen und Spiele. Der Basler Ferienpass bietet Kindern und Jugendlichen während der Sommerferien vergünstigte Freizeit- und Kreativangebote. Auch mehrere Museen richten sich gezielt an Kinder, etwa das Spielzeugmuseum Riehen, das Naturhistorische Museum oder das Schweizerische Feuerwehrmuseum.

Häufige Fragen

Wie komme ich vom EuroAirport nach Basel?

Mit der Buslinie 50, die alle 7 bis 10 Minuten zwischen 4.30 Uhr und Mitternacht direkt zum Bahnhof Basel SBB fährt, Fahrzeit rund 20 Minuten.

Wann ist die nächste Basler Fasnacht?

Der Morgestraich 2027 findet am Montag, 15. Februar, um 4 Uhr morgens statt, der Ändstraich am Donnerstag, 18. Februar, ebenfalls um 4 Uhr.

Was kostet der Eintritt in den Zoo Basel?

Zwischen 10 und 22 Franken je nach Alter, der freiwillige Naturschutzfranken ist im Preis enthalten. Details unter zoobasel.ch.

Wo kann man in Basel im Rhein schwimmen?

Erfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer lassen sich zwischen Wettsteinbrücke und Johanniterbrücke treiben, ein beliebter Einstieg liegt beim Museum Tinguely. Wer es ruhiger mag, nutzt das Rheinbad St. Johann oder das Rheinbad Breite, beide von Mai bis September geöffnet.

Wann findet die Basler Herbstmesse 2026 statt?

Vom 24. Oktober bis zum 10. November 2026, verteilt auf sieben Standorte in der Innenstadt.

Ist der Eintritt ins Museum Tinguely immer gleich teuer?

Nein: der reguläre Erwachsenenpreis liegt bei 18 Franken, aber unter 16-Jährige zahlen nichts, ebenso wie alle Besuchenden am «langen Donnerstag» zwischen 18 und 21 Uhr.

Wie lange dauert die Basler Fasnacht?

Exakt 72 Stunden, vom Morgestraich am Montag um 4 Uhr bis zum Ändstraich am Donnerstag, ebenfalls um 4 Uhr.

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