Solothurn liegt an der Aare, dort wo der Jura ins Mittelland übergeht, und ist der Hauptort des gleichnamigen Kantons. Die Stadt zählt 16'847 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024) und bildet einen eigenen Bezirk. Wer durch die Altstadt geht, stösst überall auf die Zahl elf: elf Kirchen, elf Türme, elf Brunnen. Das ist kein Marketing-Gag, sondern reicht bis ins Mittelalter zurück.
Geschichte
Nach dem Aussterben der Zähringer wurde Solothurn 1218 freie Reichsstadt. 1481 trat sie zusammen mit Freiburg der Eidgenossenschaft bei, im Stanser Verkommnis und vorerst nur mit eingeschränkten Rechten. Zwischen 1530 und 1792 hatte der französische Gesandte bei der Alten Eidgenossenschaft seinen Sitz in Solothurn, was der Stadt bis heute den Übernamen «Ambassadorenstadt» einbringt. Der Solddienst brachte Reichtum in die Stadt, sichtbar an den Patrizierhäusern der Altstadt, die grösstenteils zwischen 1520 und 1790 gebaut wurden.
Altstadt heute
Die St. Ursenkathedrale wurde zwischen 1762 und 1773 nach Plänen des Tessiner Architekten Gaetano Matteo Pisoni gebaut und gilt als bedeutendstes Schweizer Bauwerk des Frühklassizismus. 249 Stufen führen zur Aussichtsplattform auf 50 Metern Höhe, begehbar jeweils vom 1. April bis 31. Oktober. Die Zahl elf zieht sich durch das ganze Bauwerk: elf Altäre, elf Glocken und eine Freitreppe aus drei mal elf Stufen.
Ältestes Bauwerk der Stadt ist der Zeitglockenturm am Marktplatz, errichtet zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Sein astronomisches Uhrwerk stammt von 1545, gebaut von Lorenz Liechti und Joachim Habrecht. Die gepflasterte Altstadt ist autofrei.
Kultur und Museen
Für eine Stadt dieser Grösse hat Solothurn eine erstaunlich vielfältige Museumslandschaft. Das Kunstmuseum Solothurn öffnete 1902 und zeigt unter anderem die Solothurner Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren aus dem Jahr 1522 sowie Werke von Cézanne, Matisse, Klimt und Ferdinand Hodler. Besonders familienfreundlich ist das Naturmuseum Solothurn: Mit zahlreichen Tieren, Fossilien und interaktiven Stationen vermittelt es die Naturgeschichte der Region auf spielerische Weise und eignet sich perfekt für einen Besuch mit Kindern. Einen ganz anderen Einblick bietet das Museum Altes Zeughaus mit seiner eindrücklichen Sammlung historischer Waffen, Rüstungen und militärischer Ausrüstung.
Einmal im Jahr, in der letzten Januarwoche, verwandeln die Solothurner Filmtage die Stadt zudem in ein Zentrum des Schweizer Films. Das Festival wurde 1966 gegründet und zählt heute über 65'000 Eintritte pro Ausgabe.
Praktisches
Der Bahnhof Solothurn liegt rund 600 Meter vom Stadtzentrum entfernt. Die schnellste Zugverbindung nach Bern dauert 35 Minuten, nach Basel braucht es mit einmal Umsteigen rund eine Stunde. Solothurn Tourismus hat sein Büro an der Hauptgasse 69. Solothurn ist mit dem deutschen Heilbronn, dem polnischen Krakau und der Neuenburger Gemeinde Le Landeron partnerschaftlich verbunden.
Häufige Fragen
Wie viele Einwohner hat Solothurn?
Per 31. Dezember 2024 zählte die Stadt Solothurn 16'847 Einwohnerinnen und Einwohner. Quelle: Wikipedia.
Warum dreht sich in Solothurn alles um die Zahl elf?
Die Zahl elf wird seit dem Mittelalter zelebriert: elf Kirchen, elf Brunnen, elf Türme. Auch die St. Ursenkathedrale folgt dem Muster mit elf Altären, elf Glocken und einer Freitreppe aus drei mal elf Stufen.
Wie lange dauert die Zugfahrt von Solothurn nach Bern?
Die schnellste Direktverbindung nach Bern dauert 35 Minuten.
Wann kann der Turm der St. Ursenkathedrale bestiegen werden?
Der Turm ist jeweils vom 1. April bis 31. Oktober zugänglich. 249 Stufen führen zur Plattform auf 50 Metern Höhe.
Woher kommt der Übername Ambassadorenstadt?
Zwischen 1530 und 1792 hatte der französische Gesandte bei der Alten Eidgenossenschaft seinen Sitz in Solothurn.
Wann finden die Solothurner Filmtage statt?
Das Festival findet jeweils in der letzten Januarwoche statt. Es wurde 1966 gegründet und zählt über 65'000 Eintritte pro Ausgabe.
Ist die Altstadt von Solothurn autofrei?
Ja, die gepflasterte Altstadt ist für den Autoverkehr gesperrt.



